Invest in Future: Zukunftsszenarien fĂŒr Bildung und Betreuung in Deutschland

Angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher VerĂ€nderungen sei in vielen Bereichen eine Neuausrichtung der Bildungspolitik angezeigt, sagten Referentinnen und Referenten auf dem elften Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future in Stuttgart. Gefordert ist ein System, dass individuelles, selbstbestimmtes Lernen fördert und es Kindern ermöglicht, Zutrauen in ihr Können und ihre GestaltungsfĂ€higkeit zu entwickeln.

Stuttgart – WĂ€hrend des elften Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future in Stuttgart skizierten Fachleute Trends und Perspektiven, die Orientierung fĂŒr die Weiterentwicklung der Kita- und Schullandschaft in Deutschland bieten können. Zu der zweitĂ€gigen Kongress- und Messe-Veranstaltung der Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH, des KiND e.V. Dachverbands sowie der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) waren rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft, von Kommunen und TrĂ€gern sowie aus der pĂ€dagogischen Praxis angereist.

“Es geht nicht um Moden, sondern um langfristige Entwicklungen”
“Megatrends entwickeln sich langsam ĂŒber 30 bis 50 Jahre. Wir sitzen derweil wie die Frösche im Wasserglas und merken nicht, wie sich die Temperatur stetig erhöht”, sagte Volkswirtin Kirsten BrĂŒhl vom Zukunftsinstitut des Matthias Horx in ihrem Referat. Es sei wichtig, gesellschaftliche Trends wahrzunehmen und Stellung zu beziehen, betonte auch Trendbeobachter Matthias Haas. Nicht noch eine Stunde operativer Arbeit draufzupacken, sondern innezuhalten und wahrzunehmen, was sich “da draußen” tut, lautete daher sein Rat.

Arbeitswelt: Strukturen lösen sich auf
Denn unsere Gesellschaft hat sich bereits deutlich gewandelt und tut es weiter: Kirsten BrĂŒhl beschrieb Arbeitswelten, die sich in einem permanent unfertigen Zustand befinden. Ziele, Prozesse und Verantwortlichkeiten verĂ€ndern sich fortlaufend, Strukturen lösen sich auf. Es entwickelt sich eine Ökonomie der Zusammenarbeit, in der Unternehmensgrenzen zunehmend verwischen. Halt und Orientierung gehen dadurch vielfach verloren. “Sicher zu werden im Umgang mit Unsicherheit heißt daher ein Lernziel fĂŒr die Zukunft”, erklĂ€rte die Referentin. Sogenannte Meta-FĂ€higkeiten sind dafĂŒr wichtiger als Wissen. Gefragt sind zum Beispiel: Autonomie, Selbstverantwortung, emotionale Selbststeuerung, Beziehungskompetenz und KooperationsfĂ€higkeit.

“Möglichkeitssinn” und “Orientierungswissen” ausbilden
Gerhard de Haan, Professor fĂŒr Zukunfts- und Bildungsforschung an der Freien UniversitĂ€t Berlin und Leiter des Institut Futur, plĂ€dierte dafĂŒr, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstĂŒtzen, Möglichkeitssinn und Orientierungswissen auszubilden. Dabei geht es um Fantasie, Imagination und Zukunftsideen. “Wissen heißt, etwas in Gang setzen können”, unterstrich der Experte. “Dazu mĂŒssen Menschen eine Selbstwirksamkeitserwartung entwickeln, die sie auch dann noch aufrecht erhalten, wenn sie scheitern. Statt “Ich kann das nicht, ich bin unbegabt” wĂ€re ihre Haltung: “Wenn ich das Thema anders angehe, werde ich es schaffen”.”

Vision: Bildungslandschaften fĂŒr selbstbestimmtes Lernen
Das Bildungssystem trage derzeit jedoch nachweislich nicht dazu bei, dass Kinder dieses Selbstwirksamkeitsdenken entwickelten. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass bereits heute geschĂ€tzte 70 Prozent des Wissens und der Kompetenzen in informellen ZusammenhĂ€ngen außerhalb der klassischen Bildungsinstitutionen erworben werden, machte sich Professor Gerhard de Haan fĂŒr sogenannte Bildungslandschaften stark. Darunter versteht der Wissenschaftler ein System, in dem Lehrerinnen und Lehrer zu Lernberaterinnen und -beratern werden, die die Lernenden je nach individuellem Erkenntnisinteresse an die Orte und zu den Menschen schicken, von denen sie das lernen können, was sie wissen möchten. Bildung wird dadurch individueller, selbstbestimmter und bezieht die unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft mit ein.

Durch Partizipation wird Selbstwirksamkeit erfahrbar
Wie innovative Kindertageseinrichtungen heute dazu beitragen, Kindern Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen, machten die drei PreistrĂ€ger des KitaStar 2014 deutlich. Der von der element-i-Bildungsstiftung ausgelobte Preis ging an Kitas, die eine beispielgebende Praxis der Kinderbeteiligung etabliert und dafĂŒr entsprechende Strukturen wie zum Beispiel Kinderparlamente und Beschwerdeverfahren entwickelt haben. “Ob Kinderpartizipation gelingt, hĂ€ngt von der Haltung der Erwachsenen ab. Sie mĂŒssen bereit sein, Macht zu teilen und Entscheidungen der Kita-Gremien auch dann zu akzeptieren, wenn sie eigenen Vorstellungen zuwider laufen”, betonten die Leiterinnen der wĂ€hrend des Kongresses ausgezeichneten Kitas.

Gesellschaftliche Vielfalt in Kitas abbilden
Gesellschaftliche Vielfalt mĂŒsse sich stĂ€rker als bisher in Kitas abbilden, forderte Waltraud Weegmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der gastgebenden Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH: “Kinder verbringen heute sehr viel Zeit in Kindertageseinrichtungen. Dort sollen sie die Welt erfahren und begreifen können. Damit das gelingt, brauchen wir neben erfahrenen PĂ€dagoginnen und PĂ€dagogen auch andere Expertinnen und Experten, die ihr Wissen zum Beispiel aus Naturwissenschaft, Technik, Handwerk oder Kunst in die Kita tragen und Kinder mit der Begeisterung fĂŒr ihre Themen anstecken. Das wĂŒrde erheblich dazu beitragen, die Arbeit in KindertagesstĂ€tten qualitativ weiterzuentwickeln. Unter welchen Voraussetzungen diese KrĂ€fte als KitafachkrĂ€fte anerkannt und bezuschusst werden können, mĂŒsste dringend geregelt werden.”

Kitas im Wettbewerb: Angebotsprofile schÀrfen
KindertagesstĂ€tten stehen heute vor der Herausforderung, nicht nur fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher attraktiv zu sein, um deren Gunst sie auf einem in vielen Regionen leergefegten Arbeitsmarkt konkurrieren. Angesichts eines breiter werdenden Betreuungsangebots setzt zunehmend ein Wettbewerb um die Kinder und damit um deren Eltern ein. Einige der Referentinnen und Referenten forderten daher eine bessere Ausrichtung der Einrichtungen am Bedarf der Familien vor Ort und eine Spezialisierung auf bestimmte Angebotsschwerpunkte.

Eltern und Kita-FachkrĂ€fte kommen aus unterschiedlichen “Welten”
Ein interessantes Licht auf die Herausforderungen und Risiken, die eine stĂ€rkere Zielgruppenorientierung von Kitas mit sich bringt, warf der Vortrag von Carsten Wippermann, Professor an der Katholischen Stiftungsfachhochschule MĂŒnchen und Leiter des Delta-Instituts. Seit Jahrzehnten erforscht der Soziologe den Wandel in den Lebensstilen und Werten der Menschen und fasst solche mit Ă€hnlicher Haltung und in vergleichbarer sozialer Lage in einer Gruppe, einem sogenannten Milieu, zusammen. Daraus entstand ein Gesellschaftsmodell fĂŒr Deutschland mit derzeit neun Milieus, die noch einmal in Sub-Milieus aufgeteilt sind. WĂ€hrend viele Eltern mit jungen Kindern dem wachsenden Milieu der “Performer”, einer professionell orientierten Nachwuchselite, sowie der sich ausgegrenzt fĂŒhlenden Gruppe der “Benachteiligten” angehören, kĂ€men Erzieherinnen und Erzieher zumeist aus der “BĂŒrgerlichen Mitte”, gehörten zu den “Jungen Traditionsbewussten” oder dem Milieu der “Sozial-Ökologischen”. “Da prallen unterschiedliche Welten aufeinander”, erklĂ€rte der Referent. “Das erschwert gegenseitiges VerstĂ€ndnis und Kommunikation.” VielfĂ€ltiger zusammengesetzte Kitateams könnten helfen, diese Herausforderung zu meistern.

Zielgruppenausrichtung birgt Risiken
Der Referent sah außerdem eine stĂ€rkere Fokussierung der Kitas auf bestimmte Zielgruppen im regionalen Umfeld als sinnvoll an. Die Einrichtungen könnten sich dann besonders an deren Bedarfen ausrichten. Eine solche Ausrichtung berge jedoch auch ein Risiko: “Der bedenkliche Trend zu Kitas, die jeweils fast ausschließlich von einer bestimmten sozialen Gruppe besucht werden, verstĂ€rkt sich. Damit verlieren die Einrichtungen ihre Funktion als eine gegenseitiges VerstĂ€ndnis und sozialen Zusammenhalt fördernde Plattformen der Begegnung fĂŒr Menschen aus unterschiedlichen Milieus.”

Themenfeld: Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege
Insgesamt bot der Kongress rund 60 VortrĂ€ge und Workshops, die sich neben strukturellen und pĂ€dagogischen Zukunftsfragen der Kinderbetreuung auch dem Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege widmeten. Die Situation von BerufstĂ€tigten, die nahestehende hilfebedĂŒrftige Menschen betreuen oder pflegen, sowie die Frage nach möglichen UnterstĂŒtzungsleistungen von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern tritt dabei immer stĂ€rker in den Fokus.

Beruf und Pflege: “Viele Betrieb trauen sich noch nicht ran”
“Gute Rahmenbedingungen fĂŒr die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sind zu einem harten Standortfaktor geworden”, sagte Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises, die das dortige Projekt “arbeiten – pflegen – leben” vorstellte. “Betriebe kennen jedoch vielfach die Möglichkeiten noch nicht, die sie in diesem Bereich haben und befĂŒrchten, dass die Maßnahmen aufwĂ€ndig und teuer sind. Daher trauen sie sich vielfach nicht ran.” Dabei lassen sich wirkungsvolle UnterstĂŒtzungsmaßnahmen auch bereits mit geringem Budget realisieren. Viele Angebote im Bereich der Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsflexibilisierung, die Unternehmen mit Blick auf Eltern geschaffen haben, lassen sich zum Beispiel auf die Zielgruppe der pflegenden Angehörigen ĂŒbertragen. Auch die Weitergabe von Informationen zum Thema Pflege, die DurchfĂŒhrung von Infoveranstaltungen oder die Organisationen von Pflegenden-Netzwerken sind Maßnahmen mit denen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber betroffene BeschĂ€ftigte unterstĂŒtzen können. “Wichtig ist, dass es eine Ansprechperson zu diesem Thema im Unternehmen gibt und dies bekannt ist”, erklĂ€rte Christa Beermann. “Wir erleben außerdem, dass Betriebsvereinbarungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege hĂ€ufig ein wichtiges Signal setzen.”

Vertrauen aufzubauen braucht Zeit
Sowohl Christa Beermann als auch Medlin Mogar, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum fĂŒr Neurodegenerative Erkrankungen, die ĂŒber ein Projekt zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Krankenhaus Witten berichtete, sagten, dass bei der EinfĂŒhrung entsprechender Maßnahmen ein langer Atem gefordert sei. Pflegende BeschĂ€ftigte mĂŒssen zunĂ€chst Vertrauen aufbauen, um sich im beruflichen Kontext zu dem Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu Ă€ußern. Vielfach befĂŒrchten sie Nachteile fĂŒr ihre Karriereentwicklung, wenn diese private Belastung bekannt wird. Kongress-Teilnehmerin Sylvia Kern, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Alzheimer Gesellschaft Baden-WĂŒrttemberg, unterstrich, wie wichtig und entlastend es fĂŒr betreuende und pflegende Angehörige ist, sich im Beruf mit diesem Thema nicht “verstecken” zu mĂŒssen. Unternehmen tun daher bereits viel, wenn sie Betreuungs- und Pflegeverantwortung aus der Tabuzone holen und im Betrieb zum Thema machen.

Invest in Future 2015
Der nĂ€chste Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung, zu dem die Veranstalterinnen und Veranstalter alle Interessierten herzlich einladen, findet am 19. und 20. Oktober 2015 wieder im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt.

Link:
Invest in Future: www.invest-in-future.de

Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner GrĂŒndung 1988 kompetenter Partner fĂŒr Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher KindertagesstĂ€tten mit hohem QualitĂ€ts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten GeschĂ€ftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-PĂ€dagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschĂ€ftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die TrĂ€gervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH und die Konzept-e fĂŒr Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jĂ€hrlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemĂ€ĂŸe Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nĂ€chste Mal am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart statt.

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„Mitbestimmen, mitgestalten!“ – Kinderbeteiligung in Kitas ‹
PreistrÀgerinnen und PreistrÀger sowie Laudatorinnen und Laudatoren des KitaStar 2014.

Kita-Innovationspreis KitaStar 2014 verliehen

Die Auszeichnung KitaStar der element-i-Bildungsstiftung ging dieses Jahr an drei Kindertageseinrichtungen, die Kinder im Alltag vorbildlich an Entscheidungsprozessen beteiligen und dafĂŒr entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen haben. Ausgezeichnet wurden: AWO-KindertagesstĂ€tte “Zwergenland”, NeumĂŒnster, AWO-KindertagesstĂ€tte “Kurt-Pohle”, Husum, und KindertagesstĂ€tte “Riedbrunnen”, Nagold. Die Preisverleihung fand wĂ€hrend der Abendveranstaltung des Kongresses “Invest in Future” am 27. Oktober 2014 in Stuttgart statt.

Stuttgart – “Meine Meinung zĂ€hlt und wird gehört. So kann ich mein Umfeld mit gestalten.” – FĂŒr Kinder ist es wichtig, diese Erfahrung zu machen. Sie bildet eine Grundlage fĂŒr ein selbstbestimmtes Leben und eine engagierte Beteiligung in einer demokratischen Gesellschaft. Doch was bedeutet die Umsetzung von Kinderbeteiligung (Partizipation) fĂŒr den Alltag in Krippen und KindertagestĂ€tten? Welche Strukturen mĂŒssen Kitateams schaffen und welche Haltung leben, damit bereits die JĂŒngsten Mitbestimmung erleben können? Die element-i-Bildungsstiftung lobte den Innovationspreis fĂŒr KindertagesstĂ€tten KitaStar dieses Jahr unter dem Motto “Mitbestimmen, mitgestalten!” aus und prĂ€mierte am 27. Oktober im Rahmen des Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung “Invest in Future” drei KindertagesstĂ€tten, die diese Fragen vorbildlich beantworten.

KitaStar in Gold: AWO-KindertagesstĂ€tte “Zwergenland”, NeumĂŒnster

“Dem Kitateam gelingt es, mit einer sehr guten Konzeption und einem gemeinsamen VerstĂ€ndnis, Kinderbeteiligung in einem besonders herausfordernden Umfeld hervorragend umzusetzen”, lobt die Jury des KitaStar 2014 die AWO-KindertagesstĂ€tte ‘Zwergenland’ in NeumĂŒnster, die den KitaStar in Gold erhielt. Die Kita mit PlĂ€tzen fĂŒr knapp 100 Kinder zwischen null und sechs Jahren liegt in einem ausgewiesenen Gebiet “soziale Stadt”, das sehr multikulturell geprĂ€gt ist. Viele Familien leben unter sozial bzw. finanziell herausfordernden Bedingungen. Vor diesem Hintergrund ist dem Kitateam ein inklusiver Ansatz besonders wichtig. Bereits 2005 erarbeitete die Einrichtung als erste Kita Deutschlands eine Kita-Verfassung und schuf Entscheidungsgremien – nĂ€mlich Gruppenkonferenzen und den Hohen Rat, das Kinderparlament.

Auch die Umsetzung des Partizipationsgedankens im Kita-Alltag ĂŒberzeugte die Jury: So stellten die Kinder zum Beispiel Regeln dafĂŒr auf, wer einen erwachsenenfreien Außenbereich nutzen darf. Die Jury schreibt: “Die FachkrĂ€fte gaben einem langwierigen Aushandlungsweg mit Unterbrechungen und teilweise sehr eigenwilligen Ideen den nötigen Raum und ließen ihn die Gremien durchlaufen. Entstanden ist schließlich ein vielschichtiges und sehr durchdachtes Regelwerk.” Mit ihrem partizipativen Ansatz wirke die Kita impulsgebend in den Sozialraum: “Dazu trĂ€gt vor allem die ĂŒberaus engagierte Elternarbeit bei, die weit ĂŒber das ĂŒbliche Maß hinausgeht.”

Laudator Dr. Peter Baumeister, Mitglied im Beirat der auslobenden element-i-Bildungsstiftung gratulierte Kita-Leiterin Elisabeth Dannenmann sowie Carsten Gutschmidt, Gruppenleiter und Multiplikator fĂŒr Partizipation, zum KitaStar 2014 in Gold. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

KitaStar in Silber: AWO-KindertagesstĂ€tte “Kurt-Pohle”, Husum

Partizipation: Das Thema zieht sich wie ein Leitmotiv durch die AWO-KindertagestĂ€tte Kurt-Pohle im nordfriesischen Husum, einer Einrichtung fĂŒr ĂŒber 100 Kinder zwischen null und sechs Jahren. Die Grundrechte der Kinder sowie Protokolle von Gruppenkonferenzen und Kita-Rats-Sitzungen hĂ€ngen in den FunktionsrĂ€umen sichtbar aus. Sie sind mit Bildern versehen, damit alle sie verstehen können.

Die Jury des KitaStar 2014 war beeindruckt von der Stimmigkeit des Gesamtkonzepts, das hervorragend eingefĂŒhrt ist. In der JurybegrĂŒndung heißt es: “Die Kinder kennen ihre Rechte und machen im Bedarfsfall darauf aufmerksam. Sie wissen, wie Entscheidungen zustande kommen, wie sie sich daran beteiligen und wie sie eigene Themen in den Entscheidungsprozess einbringen können. Die pĂ€dagogischen FachkrĂ€fte haben eine partizipative Haltung verinnerlicht, die ihren Umgang mit den Jungen und MĂ€dchen prĂ€gt.” Viele Geschichten aus dem Kita-Alltag, die das belegen, haben die Jury von der UmsetzungsqualitĂ€t ĂŒberzeugt. Ein Beispiel: Die RĂ€ume der Kita sollten neu gestaltet werden. DafĂŒr fertigten die Kinder aus Kartons Modelle an, um ihre VorschlĂ€ge fĂŒr die jeweilige Raumnutzung sichtbar zu machen und darĂŒber abzustimmen. Im spĂ€ter entsprechend umgestalteten Essbereich lösten sich schon bald die neuen Bodenfliesen wieder vom Untergrund. Ein Reklamationsprozess mit Schreiben an das ausfĂŒhrende Unternehmen und Vor-Ort-Besuchen von Expertinnen bzw. Experten startete. Die Kinder waren in alle Phasen des Prozesses intensiv einbezogen.

Jury-Mitglied und Laudatorin Melanie Gabert, Leiterin Produktmanagement fĂŒr edukatives Spielmaterial bei der Dusyma Kindergartenbedarf GmbH in Schorndorf, ĂŒberreichte die Auszeichnung an Einrichtungsleiterin Anke Petersen sowie an Astrid Lorenzen. Die AWO-Kita “Kurt-Pohle” kann sich ĂŒber einen Dusyma-Gutschein im Wert von 1.000 Euro freuen.

KitaStar in Bronze: KindertagesstĂ€tte “Riedbrunnen”, Nagold

Die KindertagesstĂ€tte Riedbrunnen im baden-wĂŒrttembergischen Nagold ist eine 2013 eröffnete Ganztagskrippe fĂŒr 20 Kinder zwischen einem und drei Jahren. “Unter DreijĂ€hrige an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligen, geht das?” – Die KindertagesstĂ€tte “Riedbrunnen” in Nagold, die den KitaStar 2014 in Bronze erhielt, zeigt, dass Partizipation auch in reinen Krippen ĂŒberzeugend gelebt werden kann. “In dem einen Jahr des Kita-Bestehens ist es Leiterin Birgit Gesk zusammen mit Corinna Miodek gelungen, das Thema hervorragend einzufĂŒhren und so zu entwickeln, dass das Team zu einer bespielhaften Partizipationspraxis gefunden hat”, schreibt die Jury in ihrer BegrĂŒndung fĂŒr die Preisvergabe.

Weiter heißt es: “Das Kitateam hat RĂ€umlichkeiten und den Tagesablauf so gestaltet, dass auch sehr junge Kinder entscheiden können, was sie trinken und essen oder wann sie schlafen wollen. Eine durchdachte Einrichtung macht es den MĂ€dchen und Jungen möglich, vieles alleine zu tun: auf den Wickeltisch und wieder herunter klettern, sich an ihren Essplatz setzen, ihre Jacke vom Haken nehmen oder Anziehsachen zum Wechseln holen. Ein ‘Parkplatz’ fĂŒr Trinkflaschen jeweils mit Foto des Kindes und Bild der zugehörigen Flasche, war ein Detail, dass der Jury besonders gefiel.” Auch die intensive sprachliche Begleitung im Kita-Alltag und der partizipative Kommunikationsstil der Erzieherinnen ĂŒberzeugten.

Laudatorin und Jurymitglied Christina Henning, Redaktion FrĂŒhpĂ€dagogik beim Cornelsen Verlag in Berlin, gratulierte Birgit Gesk, Leiterin der Kita Riedbrunnen, und Corinna Miodek zum KitaStar 2014 in Bronze. Mit dem Preis sind pĂ€dagogische FachbĂŒcher des Cornelsen Verlags im Wert von 500 Euro verbunden.

Mitglieder der Fachjury
Der ehrenamtlichen Jury fĂŒr den KitaStar 2014 gehörten an:

- Melanie Gabert, Leiterin Produktmanagement fĂŒr edukatives Spielmaterial, Dusyma Kindergartenbedarf GmbH, Schorndorf
- Christina Henning, Redaktion FrĂŒhpĂ€dagogik, Cornelsen Verlag, Berlin
- Carola Kammerlander, PĂ€dagogische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin, Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH, Stuttgart
- Christine Krijger-Böschen, Kinderhausleiterin Evang. Kinderhaus GĂŒnzburg, Multiplikatorin fĂŒr Partizipation in KindertagesstĂ€tten
- Waltraud Weegmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH, Stuttgart

Weitere Informationen zum “KitaStar” gibt es im Internet unter www.invest-in-future.de oder www.element-i-bildungsstiftung.de

Die element-i-Bildungsstiftung
In vielfĂ€ltigen Projekten eröffnet die element-i-Bildungsstiftung Kindern neue Horizonte – unabhĂ€ngig von deren Geschlecht, ihrer Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. So können sie ihre Interessen und Begabungen entdecken, KreativitĂ€t und Selbstvertrauen entwickeln und daraus Kraft fĂŒr ihr gesamtes Leben schöpfen. Auf Basis humanistischer Werte und in Orientierung an dem element-i-Leitbild fördert die element-i-Bildungsstiftung daher die Umsetzung zukunftsweisender PĂ€dagogik, insbesondere – aber nicht ausschließlich – in den knapp 40 element-i-Kitas und Grundschulen.
Unter anderem lobt die element-i-Bildungsstiftung jĂ€hrlich den PĂ€dagogik-Innovationspreis KitaStar aus. Er wird im Rahmen des Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung \”Invest in Future\” verliehen.

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Spannende Impulse fĂŒr die Gestaltung kĂŒnftiger Bildungswelten
Nachwuchs stĂ€rken fĂŒr die Herausforderungen von morgen – Invest in Future 2014

Welche gesellschaftlichen VerĂ€nderungen haben sich zu soliden Trends entwickelt? Wie werden diese Strömungen unsere Gesellschaft in Zukunft prĂ€gen? Was bedeutet der Wandel fĂŒr unsere Bildungsziele und fĂŒr das Handeln von Bildungsakteurinnen und -akteuren heute? Der Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future beantwortet diese Fragen am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart.

Stuttgart – Aktuelle Trends sind Vorboten eines zukĂŒnftigen Alltags in Gesellschaft und Arbeitswelt. “Wer Weichen heute richtig stellen und gesellschaftlichem Wandel nicht einfach hinterherlaufen möchte, sollte offen sein fĂŒr neue Entwicklungen und so Möglichkeiten fĂŒr das eigene Arbeitsfeld entdecken”, rĂ€t “Der Trendbeobachter” Mathias Haas. WĂ€hrend seines Vortrags auf dem Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future erklĂ€rt er, warum das auch und gerade fĂŒr Akteurinnen und Akteure im Bereich der Bildung gilt. “Angesichts sinkender Kinderzahlen wird der Wettbewerb unter den Einrichtungen steigen. Dann kommt es darauf an, ein Profil zu entwickeln, dass die eigene Kita, die Krippe oder den Hort einzigartig macht. Haben Sie den Mut, Kante zu zeigen und etwas Neues zu machen!”, lautet sein Appell. “Trends weisen den Weg. Zum Beispiel ‘Digitalisierung’: Einfach ablehnen und ignorieren geht nicht. Denn digitales Spielzeug ist lĂ€ngst RealitĂ€t in vielen Kinderzimmern”, sagt der Experte und zeigt eine Barbie-Puppe mit Kamera und Display.

Hohe AnsprĂŒche an QualitĂ€t und ProfessionalitĂ€t in der Kinderbetreuung
Carsten Wippermann, Professor fĂŒr Soziologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule MĂŒnchen, gibt den Invest-in-Future-Besucherinnen und -Besuchern weitere wichtige Hinweise mit auf den Weg. Seit vielen Jahren untersucht er kontinuierlich die Lebenseinstellungen von Menschen in Deutschland. Ein Gesellschaftsmodell, das eine Vielzahl von Milieus unterscheidet, veranschaulicht die Forschungsergebnisse und macht VerĂ€nderungen sichtbar. “Die Gruppe der ‘Performer’, jung, dynamisch, erfolgsorientiert und karrierebewusst, ist jetzt in der FamiliengrĂŒndungsphase. Diese Eltern formulieren besondere AnsprĂŒche an die QualitĂ€t und ProfessionalitĂ€t von Kinderbetreuung. Und sie entwickeln Leitbildfunktion: Unsere Untersuchungen belegen, dass das ‘Performer’-Milieu wĂ€chst”, sagt Carsten Wippermann. “KindertagesstĂ€tten stehen vor der Herausforderung, mit den AnsprĂŒchen dieser Eltern umzugehen. Das fĂ€llt ihnen vielfach vor allem darum schwer, weil die dort BeschĂ€ftigten ganz ĂŒberwiegend anderen sozialen Milieus, nĂ€mlich dem traditionellen bzw. dem postmateriellen, angehören. Da prallen vielfach zwei Welten aufeinander.” FĂŒr TrĂ€ger und Kommunen ist ein anderes Forschungsergebnis ebenfalls spannend: “Die Haltungen von Eltern aus unterschiedlichen sozialen Milieus driften auseinander und mit ihnen die verschiedenen Kitas, die jeweils von Kindern bestimmter sozialer Gruppen besucht werden. Wir beobachten eine kulturelle Ghettobildung. Kindertageseinrichtungen verlieren zunehmend ihre Funktion als Treffpunkt fĂŒr Familien aus unterschiedlichen Lebenswelten – ein kritischer Trend.”

Arbeitswelt: Unsicherheiten nehmen zu – stabile Persönlichkeiten sind gefragt
Invest-in-Future-Referentin Kirsten BrĂŒhl vom Zukunftsinstitut des Matthias Horx befasst sich in ihrem Beitrag mit der Arbeitswelt von morgen. “Sie wird uns mit InstabilitĂ€t und Unsicherheit konfrontieren”, betont sie. “Anforderungen und Erwartungen Ă€ndern sich, KarriereverlĂ€ufe werden weniger voraussehbar und der Anspruch an Eigenverantwortung an vielen Stellen höher. Um das zu bewĂ€ltigen, brauchen wir nicht nur mehr Wissen. Wir mĂŒssen auch und vor allem lernen, uns selbst zu steuern. Dazu benötigen wir vielfĂ€ltige FĂ€higkeiten. Dazu zĂ€hlen: innere StabilitĂ€t, intrinsische Motivation, OrientierungsfĂ€higkeit, Autonomie, aber auch Beziehungskompetenz und KooperationsfĂ€higkeit. Und wir sollten mit Uneindeutigkeiten gut umgehen lernen, also unsere ‘AmbiguitĂ€tstoleranz’ erhöhen. FĂŒr unser Bildungssystem ist das eine immense Herausforderung, denn das bedeutet, dass wir viel mehr als bei der klassischen Wissensvermittlung ĂŒber Rollenvorbilder, gute Beziehungsgestaltung und in alltagsnahen Situationen lernen mĂŒssen.”

Vertiefung von Einzelaspekten in 20 Themenforen
Welche Antworten findet das Bildungssystem auf diese Herausforderungen? Welche Rahmenbedingungen gestalten Unternehmen, um Beruf und Familie bzw. Pflege fĂŒr ihre BeschĂ€ftigten leichter vereinbar zu machen? Rund 60 VortrĂ€ge und Workshop in 20 Themenforen gehen diesen Fragestellungen nach und greifen Einzelaspekte auf. Zum Beispiel stellen die PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger des PĂ€dagogik-Innovationspreises KitaStar 2014 zum Thema “Mitbestimmen, mitgestalten” ihre Konzepte zur Kinderbeteiligung vor und prĂ€sentieren beispielhafte “Kinderstuben der Demokratie”.

Link:
Invest in Future: www.invest-in-future.de

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Diese Fotos, Kongress-Logo und weiteres Bildmaterial zum Download unter:
http://www.invest-in-future.de/ge/invest-in-future/presse/fotos.php

Im Überblick:
Invest in Future – Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung

von: 27.10.2014 09:30 Uhr
bis: 28.10.2014 16:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
“Potenziale nutzen – Bildungschancen fĂŒr Deutschland. Wie meistern wir die Herausforderungen der Zukunft?” – Innovativ und kontrovers gibt der elfte Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future mögliche Antworten auf diese Frage. Die Zukunftsforscherinnen und -forscher, Gerhard de Haan, Leiter des Institut Futur der Freien UniversitĂ€t Berlin, Kirsten BrĂŒhl vom Zukunftsinstitut des Matthias Horx sowie Trendbeobachter Mathias Haas analysieren zentrale Zukunftstrends, geben Anregungen fĂŒrs Mitgestalten und Impulse fĂŒr eine nachhaltige PĂ€dagogik. Interessierte aus Unternehmen, VerbĂ€nden, Kommunen, von BildungstrĂ€gern sowie aus Wissenschaft und pĂ€dagogischer Praxis sind dazu am 27. und 28. Oktober 2014 nach Stuttgart eingeladen.

Link: www.invest-in-future.de

Veranstalter:
Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH
Kind e.V. Dachverband
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)

Veranstaltungsort:
Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart

Kontakt:
Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH
Anna Kaschl
Wankelstraße 1
70563 Stuttgart
Telefon: 0711 656960-35
E-Mail: anna.kaschl@konzept-e.de

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Mobil: 0176-62317469
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Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner GrĂŒndung 1988 kompetenter Partner fĂŒr Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher KindertagesstĂ€tten mit hohem QualitĂ€ts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten GeschĂ€ftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-PĂ€dagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschĂ€ftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die TrĂ€gervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH und die Konzept-e fĂŒr Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jĂ€hrlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemĂ€ĂŸe Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nĂ€chste Mal am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart statt.

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Leben in Balance: Neue AnsĂ€tze fĂŒr die betriebliche Personalpolitik
Grafik: Institut fĂŒr Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. – ISF MĂŒnchen

Wie werden wir in Zukunft leben und arbeiten? Reichen die Maßnahmen aus, die Unternehmen ergreifen, um ihre BeschĂ€ftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege zu unterstĂŒtzen und sie gesund und leistungsfĂ€hig zu erhalten? Auf dem Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future (27./28. Oktober in Stuttgart) fordert Dr. Nick Kratzer vom ISF MĂŒnchen neue umfassendere AnsĂ€tze.

Stuttgart – Betrieblich unterstĂŒtzte Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten, Home-Office-Tage und Gesundheitskurse: Die Liste der Angebote, die Betriebe ihren BeschĂ€ftigten machen, um sie bei der Vereinbarkeit von Beruf und familiĂ€re bzw. persönlichen Belangen zu unterstĂŒtzen, ist lang. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die LebensqualitĂ€t und LeistungsfĂ€higkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigt – zum Wohle des bzw. der Einzelnen sowie des Unternehmens. Doch geht diese Rechnung auf? Dr. Nick Kratzer vom Institut fĂŒr Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF) in MĂŒnchen verneint die Frage. Er hĂ€lt den Ansatz der Betriebe fĂŒr einseitig. “In den meisten Unternehmen gibt es zwei SphĂ€ren, die komplett getrennt existieren: Die Welt der harten Fakten mit ihren Kennzahlen, Termin-, Kosten- und Leistungsvorgaben und die der weichen Themen, in der es zum Beispiel um Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder um Gesundheitsförderung geht. Der Konflikt, der oft zwischen diesen Bereichen existiert, wird ausgeblendet. Es bleibt zumeist den BeschĂ€ftigten ĂŒberlassen, ihn zu bewĂ€ltigen.”

Leistungsanforderungen und Ressourcen mĂŒssen zusammenpassen
Wer nicht auch die Leistungspolitik im Unternehmen und ihren Beitrag zur LebensqualitĂ€t unter die Lupe nehme und schaue, dass die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Ressourcen sowie betriebliche und sonstige relevante Rahmenbedingungen zusammen passten, blende einen maßgeblichen Störfaktor fĂŒr eine gelungene Lebensbalance aus, betont Nick Kratzer und fordert eine umfassenderen Ansatz. Seine Erkenntnisse sind ein Ergebnis des vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts “Lanceo – balanceorientierte Leistungspolitik”. WĂ€hrend des Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future am 27./28. Oktober 2014 in Stuttgart wird Nick Kratzer die Resultate und mögliche LösungsansĂ€tze ausfĂŒhrlich vorstellen. “Unternehmen könnten ein balanceorientiertes Zielsystems einfĂŒhren und gemeinsam mit den einzelnen BeschĂ€ftigten realistische Ziele entwickeln”, berichtet der Experte. Es gehe dabei um betriebliche “Realpolitik”, die die Anforderungen des Marktes bzw. gesetzliche Vorgaben ebenso berĂŒcksichtige wie soziale Belange.

Invest in Future: Diskussionsplattform fĂŒr Zukunftsfragen
Invest in Future richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, von TrĂ€gern und Kommunen sowie aus Wissenschaft und Forschung und behandelt Zukunftsfragen rund um die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege, Kinderbetreuung und Bildung. Das Schwerpunktthema 2014 lautet: “Potenziale nutzen – Bildungschancen fĂŒr Deutschland. Wie meistern wir die Herausforderungen der Zukunft?” Das komplette Kongressprogramm mit rund 60 VortrĂ€gen, Diskussionsrunden und Workshops in 20 Themenforen ist auf der Veranstaltungswebsite unter www.invest-in.future.de abrufbar.

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Grafik, Kongress-Logo und weitere Bildmaterial zum Download unter:
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Im Überblick:
Invest in Future – Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung

von: 27.10.2014 09:30 Uhr
bis: 28.10.2014 16:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
“Potenziale nutzen – Bildungschancen fĂŒr Deutschland. Wie meistern wir die Herausforderungen der Zukunft?” – Innovativ und kontrovers gibt der elfte Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future mögliche Antworten auf diese Frage. Die Zukunftsforscherinnen und -forscher, Gerhard de Haan, Leiter des Institut Futur der Freien UniversitĂ€t Berlin, Kirsten BrĂŒhl vom Zukunftsinstitut des Matthias Horx sowie Trendbeobachter Mathias Haas analysieren zentrale Zukunftstrends, geben Anregungen fĂŒrs Mitgestalten und Impulse fĂŒr eine nachhaltige PĂ€dagogik. Interessierte aus Unternehmen, VerbĂ€nden, Kommunen, von BildungstrĂ€gern sowie aus Wissenschaft und pĂ€dagogischer Praxis sind dazu am 27. und 28. Oktober 2014 nach Stuttgart eingeladen.

Link: www.invest-in-future.de

Veranstalter:
Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH
Kind e.V. Dachverband
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)

Veranstaltungsort:
Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart

Kontakt:
Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH
Kirsten Laasner
Wankelstraße 1
70563 Stuttgart
Telefon: 0711 656960-63
E-Mail: kirsten.laasner@konzept-e.de

Bildquelle:kein externes Copyright

Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner GrĂŒndung 1988 kompetenter Partner fĂŒr Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher KindertagesstĂ€tten mit hohem QualitĂ€ts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten GeschĂ€ftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-PĂ€dagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschĂ€ftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die TrĂ€gervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH und die Konzept-e fĂŒr Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jĂ€hrlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemĂ€ĂŸe Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nĂ€chste Mal am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart statt.

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Kitas im lÀndlichen Raum: Wie geht es weiter?

Was passiert, wenn die Kinder ausbleiben? Kindertageseinrichtungen (Kitas) benötigen neue Konzepte, um ihr Bestehen zu sichern. Besonders betroffen: Einrichtungen auf dem Land. WÀhrend des Kongresses Invest in Future (27./28. Oktober 2014 in Stuttgart) stellt Gerhard Dix, Referatsdirektor des Bayerischen Gemeindetages, mögliche Lösungen vor.

Stuttgart – “Was bedeuten die wichtigsten Zukunftstrends in Gesellschaft und Arbeitswelt fĂŒr die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung?” Dieser Frage geht der Kongress Invest in Future am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart nach. Die Folgen des demografischen Wandels und die Herausforderungen, die damit einhergehen, sind dabei ein zentrales Thema. Gerhard Dix, Direktor des Referats Bildung und Soziales des Bayerischen Gemeindetages, wird sich zum Beispiel in seinem Vortrag mit kreativen Lösungen fĂŒr KindertagesstĂ€tten im lĂ€ndlichen Raum befassen. “Die Folgen des demografischen Wandels sind dort nĂ€mlich bereits heute viel stĂ€rker spĂŒrbar, als in den StĂ€dten. Kindertageseinrichtungen auf dem Land benötigen dringend neue Konzepte, damit sie ihr Fortbestehen sichern können. Denn die Kinderzahlen gehen zurĂŒck”, berichtet der Experte.

Gemeinsam Strategien fĂŒr die Region entwickeln
Gerhard Dix schlĂ€gt eine regionale Zusammenarbeit vor, um Angebote ĂŒber Gemeindegrenzen hinweg aufeinander abzustimmen. Kitas könnten spezielle Schwerpunkte zum Beispiel als Natur- oder Musikkita ausbauen, sich durch ihre pĂ€dagogische Konzeptionen unterscheiden oder – eventuell in Kooperation mit Kindertagespflegepersonen – spezielle Öffnungszeiten bieten. Im regionalen Verbund wĂ€re es den Gemeinden dann möglich, Familien ein breites Kinderbetreuungsangebot zu offerieren.

Welche Angebote werden gebraucht?
“Wichtig ist, dass sich die Angebote am tatsĂ€chlichen Bedarf der Familien orientieren und die Kommunen eine fachgerechte Bedarfsplanung durchfĂŒhren”, betont der Fachmann. “Ich erlebe vielfach, dass Angebote aufgrund veralteter Annahmen entwickelt werden. Doch die Familienstrukturen und damit die BetreuungswĂŒnsche haben sich in den letzten Jahren erheblich geĂ€ndert. Aufschluss ĂŒber die aktuellen Bedarfe kann eine Befragung der ansĂ€ssigen Familien mit Babys und Kleinkindern ergeben. DafĂŒr haben wir einen Musterfragebogen entwickelt.”

Kinderbetreuung als Teil einer integrierten Sozialplanung
Vielfach sei es jedoch sinnvoll, den Bereich der Kindertagesbetreuung nicht insoliert zu betrachten, sondern gemeinsam mit anderen sozialen Bedarfen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. So könnten sich zum Beispiel Synergien bei einer gemeinsamen Essensversorgung unterschiedlicher Einrichtungen ergeben, Fahrdienste zusammen organisiert oder andere Dienstleistungen gebĂŒndelt werden. “DafĂŒr ist eine sogenannte integrierte Sozialplanung sinnvoll”, erklĂ€rt Gerhard Dix. Was das konkret heißt, erprobe zurzeit der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sĂŒdlich von MĂŒnchen. Gerade fĂŒr lĂ€ndliche Gemeinden sei die Investition in familienfreundliche Rahmenbedingungen wichtig: “Durch eine gute soziale Infrastruktur können Kommunen neue BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gewinnen und sind ein attraktiver Standort fĂŒr Unternehmen.”

Invest in Future: Dabei sein und mitdiskutieren!
Wer interessiert ist, ĂŒber diese und weitere Fragen zu diskutieren und sich von namhaften Expertinnen und Experten ĂŒber weitere spannende Zukunftsthemen aus Bildung und Arbeitswelt informieren zu lassen, kann sich unter www.invest-in-future.de zum Kongress anmelden und das komplette Vortragsprogramm abrufen. Seit elf Jahren bietet die Veranstaltung der Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH, des KiND e.V. Dachverbands sowie der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) eine jĂ€hrliche Plattform fĂŒr den Austausch unter Fachleuten aus Wissenschaft und pĂ€dagogischer Praxis, aus Kommunen, von EinrichtungstrĂ€gern sowie aus Unternehmen und VerbĂ€nden.

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Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner GrĂŒndung 1988 kompetenter Partner fĂŒr Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher KindertagesstĂ€tten mit hohem QualitĂ€ts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten GeschĂ€ftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-PĂ€dagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschĂ€ftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die TrĂ€gervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH und die Konzept-e fĂŒr Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jĂ€hrlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemĂ€ĂŸe Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nĂ€chste Mal am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart statt.

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KitaStar 2014: noch bis 31. Mai bewerben
Kinderkonferenz in der Kita

Krippen, KindertagesstĂ€tten, Grundschulen und Horte, die Kinder vorbildlich an Entscheidungsprozessen beteiligen, können sich noch bis zum 31. Mai fĂŒr den KitaStar 2014 bewerben. Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es unter: www.element-i-bildungsstiftung.de.

Bereits sehr junge Kinder sind in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen und ihre Umgebung mit zu gestalten. Durch geeignete Methoden und Strukturen, die die Mitbestimmung der Jungen und MĂ€dchen ermöglichen und fördern, gelingt es pĂ€dagogischen FachkrĂ€ften in Krippen, KindertagesstĂ€tten, Grundschulen und Horten ihre Institution zur “Kinderstube der Demokratie” zu machen.

Einrichtungen fĂŒr Kinder zwischen null und zehn Jahren, die eine solche Partizipationskultur beispielgebend umsetzen, können sich noch bis zum 31. Mai 2014 um den diesjĂ€hrigen PĂ€dagogik-Innovationspreis KitaStar bewerben. Die element-i-Bildungsstiftung lobt den Preis unter dem Motto “Mitbestimmen, mitgestalten!” aus und verleiht die Auszeichnung im Rahmen des Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future (27. / 28. Oktober 2014) in Stuttgart. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken 5.000 Euro sowie attraktive Sachpreise.

Weitere Informationen sowie die KitaStar-Bewerbungsunterlagen erhalten Interessierte unter www.element-i-bildungsstiftung.de (s. KitaStar) bzw. bei Sandra König unter 0711 – 656960-35 oder sandra.koenig@konzept-e.de.

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Unternehmensprofil Konzept-e:
Das Konzept-e-Netzwerk ist seit seiner GrĂŒndung 1988 kompetenter Partner fĂŒr Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher KindertagesstĂ€tten mit hohem QualitĂ€ts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten GeschĂ€ftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, drei Freie Duale Fachschulen fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-PĂ€dagogik formuliert. Um dies allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e-Netzwerk beschĂ€ftigt bundesweit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die TrĂ€gervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Kind und Beruf gGmbH, Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH und die Konzept-e fĂŒr Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jĂ€hrlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemĂ€ĂŸe Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nĂ€chste Mal am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart statt.

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Bildungspotenziale nutzen - Zukunftschancen fĂŒr Deutschland

“Wie meistern wir den demografischen Wandel?” – Innovativ und kontrovers gibt der elfte Zukunftskongress fĂŒr Bildung und Betreuung Invest in Future mögliche Antworten auf diese Frage. Die Zukunftsforscherinnen und -forscher, Gerhard de Haan, Leiter des Institut Futur der Freien UniversitĂ€t Berlin, Kirsten BrĂŒhl vom Zukunftsinstitut des Matthias Horx sowie Trendbeobachter Mathias Haas analysieren zentrale Zukunftstrends und geben Anregungen fĂŒrs Mitgestalten. Interessierte aus Unternehmen, VerbĂ€nden, Kommunen, von BildungstrĂ€gern sowie aus Wissenschaft und pĂ€dagogischer Praxis sind dazu am 27. und 28. Oktober 2014 nach Stuttgart eingeladen. ( www.invest-in-future.de )

Stuttgart – Die deutsche Bevölkerung schrumpft, ihr Altersdurchschnitt steigt: Dieser Strukturwandel wird die Gesellschaft in allen Bereichen gravierend verĂ€ndern. Kreative, unabhĂ€ngig denkende Köpfe sind gefragt, die neue Ideen entwickeln und so ein Land mit immer mehr Ă€lteren und immer weniger jĂŒngeren Menschen positiv gestalten. Wie mĂŒssen gute Rahmenbedingungen aussehen, damit Kinder und Jugendliche so aufwachsen, dass sie solche Herausforderungen kĂŒnftig innovativ lösen können? Renommierte Zukunftsforscherinnen und -forscher skizzieren wĂ€hrend des Kongresses Invest in Future am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart Megatrends in Gesellschaft und Arbeitswelt, die wichtige Hinweise fĂŒr die Gestaltung von Bildungsprozessen geben.

Trend zur Demokratisierung in der Arbeitswelt
Invest-in-Future-Rednerin Kirsten BrĂŒhl vom Zukunftsinstitut des Matthias Horx skizziert Arbeitswelten von morgen. Selbstverantwortung des Einzelnen sowie Demokratisierung prĂ€gten zunehmend die Kulturen in Unternehmen, sagt sie.

“Bildung muss zum Handeln befĂ€higen”
Professor Gerhard de Haan, Professor fĂŒr Zukunfts- und Bildungsforschung und Leiter des Institut Futur der Freien UniversitĂ€t Berlin, betont die zentrale Rolle von Partizipation, also der Beteiligung der Kinder, fĂŒr eine PĂ€dagogik der Zukunft. Bildung mĂŒsse Menschen handlungsfĂ€hig machen, erklĂ€rt er. Die Anerkennung und WertschĂ€tzung von Vielfalt sowie eine individuelle Förderung, die Kinder dabei unterstĂŒtzt, ihre Kompetenzen zu entwickeln und ihnen bruchlose ÜbergĂ€nge in Bildungseinrichtungen eröffnet, sind ebenfalls wichtige Faktoren.

Wie können Kommunen den Wandel gestalten?
Doch wie lassen sich angesichts sinkender Kinderzahlen und einer zunehmend multikulturell geprĂ€gten Bevölkerung gute Rahmenbedingungen fĂŒr gelingende (Bildungs)-Biografien gestalten? Sind die BĂŒndelung von Einrichtungen oder der Einsatz mobiler Kitas gute Lösungen in Zeiten der demografischen VerĂ€nderung? Wie lassen sich in einer von Zuwanderung geprĂ€gten Gesellschaft, Inklusionskonzepte erfolgreich umsetzen? Trendbeobachter Mathias Haas macht in seinem Vortrag Mut, den aus gesellschaftlichen Trends resultierenden Wandel zu gestalten.

Impulse fĂŒr das eigene Arbeitsfeld mitnehmen
“Invest in Future gibt Einblicke in gesellschaftliche Zukunftsszenarien, die durch bereits zu beobachtende Megatrends abgesichert sind. In zahlreichen Themenforen und Workshops beleuchten und diskutieren wir die Schlussfolgerungen, die sich daraus fĂŒr das Bildungssystem von heute ergeben. Ziel des Kongresses ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern konkrete Impulse fĂŒr ihre berufliche Praxis zu geben”, sagt Kongress-Initiatorin Waltraud Weegmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH, die Invest in Future gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) veranstaltet. Der baden-wĂŒrttembergische MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann ist Schirmherr der Veranstaltung.

Verleihung des KitaStar
Die feierliche Abendveranstaltung des Kongresses Invest in Future bildet den Rahmen fĂŒr die Verleihung des Kita-Innovationspreises KitaStar an die besten Kitas Deutschlands. Die element-i-Bildungsstiftung ( www.element-i.de ) lobt den Preis fĂŒr KindertagesstĂ€tten aus, die die MĂ€dchen und Jungen an Entscheidungsprozessen in vorbildlicher Weise beteiligen. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2014 möglich.

Weitere Informationen und Kontakt
Im Internet gibt es weitere Information zum Kongress Invest in Future sowie zur begleitenden Messe unter: www.invest-in-future.de , zum KitaStar informiert auch: www.element-i.de. FĂŒr Fragen steht Sandra König von Konzept-e unter Telefon 0711/656960-35 oder sandra.koenig@konzept-e.de zur VerfĂŒgung. Interessierte, die sich bis zum 30. April 2014 zum Kongress anmelden, profitieren von 30 Prozent FrĂŒhbuchungsrabatt.

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Kongress-Logo und Bildmaterial zum Download unter:
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Bildquelle:kein externes Copyright

Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner GrĂŒndung 1988 kompetenter Partner fĂŒr Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher KindertagesstĂ€tten mit hohem QualitĂ€ts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten GeschĂ€ftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk 30 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-PĂ€dagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschĂ€ftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die TrĂ€gervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH und die Konzept-e fĂŒr Schulen gGmbH

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jĂ€hrlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemĂ€ĂŸe Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nĂ€chste Mal am 27. und 28. Oktober 2014 in Stuttgart statt.

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KitaStar 2014: Kinder beteiligen

On 18. Februar 2014, in Gesellschaft, Politik und Recht, by PR-Gateway
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KitaStar 2014: Kinder beteiligen

Unter dem Motto “Mitbestimmen, mitgestalten!” lobt die element-i-Bildungsstiftung den diesjĂ€hrigen KitaStar aus. Einrichtungen, die Kinder zwischen null und zehn Jahren betreuen und diese vorbildlich an Entscheidungsprozessen beteiligen (“Partizipation”), können sich bis 31. Mai 2014 fĂŒr den PĂ€dagogik-Innovationspreis bewerben.

Stuttgart (eos) – Kinder in Kitas an Entscheidungen zu beteiligen, die sie betreffen, ist Pflicht. Das legt das Kinder- und Jugendhilfegesetz fest. Idealerweise erleben Kinder auf diese Weise von klein auf, dass sie mit ihren BeitrĂ€gen etwas bewirken und ihre Umgebung mit gestalten können. Dieses GefĂŒhl der Selbstwirksamkeit stĂ€rkt und befĂ€higt sie, Herausforderungen im Leben besser zu meistern und sich in eine demokratische Gesellschaft einzubringen. Passende Strukturen und Methoden, um den MĂ€dchen und Jungen Mitbestimmungswege transparent und altersangemessen zu eröffnen, sind bekannt. Kitas können zum Beispiel “Verfassungen” entwickeln, in denen die Rechte der Kinder geregelt sind, oder Kinderkonferenzen einberufen, die der Entscheidungsfindung dienen. Doch die Umsetzung im Kitaalltag erweist sich vielfach als Herausforderung.

Gute Beispiele fĂŒr Kinderpartizipation gesucht
Die element-i Bildungsstiftung lobt daher 2014 den Innovationspreis KitaStar unter dem Motto “Mitbestimmen, mitgestalten!” aus und sucht Tageseinrichtungen fĂŒr Kinder zwischen null und zehn Jahren, die eine ĂŒberzeugende Praxis der Kinderpartizipation leben. “Wir möchten gute Beispiele fĂŒr die Beteiligung von Kindern öffentlich machen und damit der deutschen Bildungslandschaft Impulse geben”, sagt Meike Betz von der element-i Bildungsstiftung.

Bis 31. MĂ€rz 2014 bewerben
Interessierte können sich bis 31. Mai 2014 schriftlich fĂŒr den KitaStar bewerben. Die element-i-Bildungsstiftung vergibt die Auszeichnung in den Kategorien Gold, Silber und Bronze. Der KitaStar in Gold ist mit 5.000 Euro dotiert. Den Zweit- und Drittplatzierten winken attraktive Sachpreise. Die Preisverleihung findet wĂ€hrend der festlichen Abendveranstaltung des Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung “Invest in Future” in Stuttgart statt. WĂ€hrend des Symposiums am 27. und 28. Oktober 2014 erhalten die PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger Gelegenheit, ihre Partizipationspraxis einem interessierten Fachpublikum ausfĂŒhrlich vorzustellen.

Bewerbungsunterlagen im Internet
Weitere Informationen zum KitaStar erhalten Interessierte unter www.invest-in-future.de
(s. KitaStar) und unter www.element-i-Bildungsstiftung.de bzw. bei Sandra König unter 0711 – 656960-35 oder sandra.koenig@konzept-e.de.

Presse-Kontakt:
Konzept-e fĂŒr Bildung und Soziales GmbH
Desiree Schneider
Wankelstraße 1
70563 Stuttgart
Tel. 0711 – 65 69 60-39
E-Mail: desiree.schneider@konzept-e.de
www.konzept-e.de

Bildquelle:kein externes Copyright

Die element-i-Bildungsstiftung
In vielfĂ€ltigen Projekten eröffnet die element-i-Bildungsstiftung Kindern neue Horizonte – unabhĂ€ngig von deren Geschlecht, ihrer Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. So können sie ihre Interessen und Begabungen entdecken, KreativitĂ€t und Selbstvertrauen entwickeln und daraus Kraft fĂŒr ihr gesamtes Leben schöpfen. Auf Basis humanistischer Werte und in Orientierung an dem element-i-Leitbild fördert die element-i-Bildungsstiftung daher die Umsetzung zukunftsweisender PĂ€dagogik, insbesondere – aber nicht ausschließlich – in den ĂŒber 30 element-i-Kitas und Grundschulen.
Unter anderem lobt die element-i-Bildungsstiftung jĂ€hrlich den PĂ€dagogik-Innovationspreis KitaStar aus. Er wird im Rahmen des Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung “Invest in Future” verliehen.

Kontakt
element-i Bildungsstiftung gGmbH
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Kita-QualitÀt war Schwerpunktthema bei "Invest in Future"
Invest in Future Oktober 2013 Vortragssaal

Über 350 Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet reisten zum Zukunftskongress fĂŒr Betreuung und Bildung “Invest in Future” Mitte Oktober nach Stuttgart. Dort diskutierten sie die Frage, wie die QualitĂ€t in Kindertageseinrichtungen zu sichern und weiter zu entwickeln sei. Das Thema stellt Politik, TrĂ€ger, Kita-Leitungen und ihre Teams gleichermaßen vor Herausforderungen.

Stuttgart, 24. Oktober 2013 – “Kinderbetreuung in Deutschland hat sich grundlegend verĂ€ndert – nicht zuletzt durch die EinfĂŒhrung von BildungsplĂ€nen, zunehmender Ganztagsbetreuung sowie dem Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita oder bei einer Kindertagespflegeperson ab dem ersten Geburtstag. Die Rahmenbedingungen sind jedoch gleich geblieben. Damit Kitas qualitativ hochwertige Arbeit leisten können, die den Anforderungen der BildungsplĂ€ne entspricht, benötigen wir VerĂ€nderungen”, betonte Waltraud Weegmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH, zur Eröffnung des zehnten Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung “Invest in Future” im Oktober 2013 in Stuttgart. Rund 350 Fachleute besuchten die zweitĂ€gige, interdisziplinĂ€re Veranstaltung, die sich dem Schwerpunktthema “Masse statt Klasse! Wie sichern wir die QualitĂ€t in der Kinderbetreuung?” widmete. Die Konzept-e fĂŒr Bildung und Betreuung gGmbH, der Kind e.V. Dachverband sowie die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) hatten zu dem Kongress eingeladen, der unter der Schirmherrschaft des baden-wĂŒrttembergischen MinisterprĂ€sidenten Winfried Kretschmann stand.

Prof. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts (DJI) in MĂŒnchen, forderte in seiner Plenumsansprache eine QualitĂ€tsoffensive und identifizierte unter anderem den PersonalschlĂŒssel, die Bezahlung sowie die Qualifikation der BeschĂ€ftigten in Kitas als zentrale Handlungsfelder fĂŒr VerĂ€nderung.

Der PersonalschlĂŒssel ist ĂŒberall unzureichend
Besonders harsche Kritik ĂŒbten viele Referentinnen und Referenten an der personellen Ausstattung von KindertagesstĂ€tten. In den östlichen BundeslĂ€ndern sei der PersonalschlĂŒssel besonders ungĂŒnstig: “Hier betreut eine Fachkraft rechnerisch 6,34 unter bzw. 11,58 ĂŒber DreijĂ€hrige. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass die QualitĂ€t ab einem VerhĂ€ltnis von eins zu drei fĂŒr Krippen und eins zu acht fĂŒr Gruppen mit ĂŒber dreijĂ€hrigen Kindern kippt”, berichtete Prof. Susanne Viernickel von der Alice Salomon Hochschule in Berlin, dem diesjĂ€hrigen Hochschulpartner des Kongresses. Zu bedenken sei außerdem, dass VerfĂŒgungs- und durchschnittliche Fehlzeiten bei der Personalausstattung einzurechnen seien. Dies sei momentan nicht ĂŒblich. “In keinem Bundesland genĂŒgt die aktuelle Personalausstattung den wissenschaftlichen Empfehlungen. Im Osten ist die Situation besonders dramatisch”, erklĂ€rte die Expertin. “Dort kann die Kommunikation der Erzieherinnen und Erzieher mit den Kindern oft nur noch aus Anweisungen bestehen”, sagte Norbert Hocke, Vorstandsmitglied in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). “FĂŒr individuelle GesprĂ€che reicht die Personaldecke nicht.” Damit eine bessere Personalausstattung fĂŒr die LĂ€nder und Kommunen ĂŒberhaupt finanzierbar sei, forderte Norbert Hocke die UnterstĂŒtzung des Bundes: “Im Moment ist das verfassungsrechtlich jedoch gar nicht möglich. Wir brauchen daher an dieser Stelle eine Änderung des Grundgesetzes.”

PÀdagogische FachkrÀfte besser bezahlen
Angesichts deutlich gestiegener Anforderungen an FachkrĂ€fte in KindertagestĂ€tten war auch die Entlohnung ein Diskussionsthema. “Was eine Grundschullehrkraft netto verdient, bekommt eine Erzieherin bzw. ein Erzieher brutto”, fasste Thomas Rauschenbach die aktuelle Situation zusammen. Dabei sei die Investition in Kitabildung die bildungsökonomisch rentabelste Investition im Bildungssystem. Geld, um die derzeit 500.000 BeschĂ€ftigten in der Branche angemessen bezahlen zu können, mĂŒsste eigentlich da sei, erklĂ€rte Norbert Hocke. “Derzeit investiert die Bundesrepublik 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den Bereich der Kindertagesbetreuung. In der EU ist jedoch ein Prozent vereinbart.”

Strukturen machen FachkrÀfte hÀufig krank
Wie erste Ergebnisse der Studie “STEGE – StrukturqualitĂ€t und Erzieher/innengesundheit in Kindertageseinrichtungen” von Prof. Susanne Viernickel und Prof. Anja Voss von der Alice Salomon Hochschule zeigen, stehen mangelhafte Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit der Kita-FachkrĂ€fte. Ein guter PersonalschlĂŒssel, mehr gesellschaftliche Anerkennung, eine angemessene Bezahlung, Arbeitsplatzsicherheit, feste Pausenzeiten, ausreichend Zeit fĂŒr mittelbare pĂ€dagogische Arbeit, regelmĂ€ĂŸige Teambesprechungen und Supervison sowie eine vom TrĂ€ger gut unterstĂŒtzte Fortbildungskultur könnten dazu beitragen, die Krankheitsquote zu verringern. “Als Ressourcen am Arbeitsplatz erleben die Erzieherinnen und Erzieher derzeit hĂ€ufig ein gutes Teamklima, breite HandlungsspielrĂ€ume sowie die Freude an der direkten Arbeit mit den Kindern”, berichteten die Referentinnen.

FachkrÀfteanteil mit akademischer Ausbildung steigern
Wie Thomas Rauschenbach darstellte, ist die Qualifikation des Kita-Personals in den vergangen vier Jahrzenten deutlich gestiegen: “1974 lag der Anteil der BeschĂ€ftigten ohne Berufsabschluss noch bei 30 Prozent. Seit 2007 macht diese Gruppe nur noch rund sieben Prozent des Kita- Personals aus.” Die Akademisierung des Berufsfeldes kommt indes nur schleppend voran. Der Anteil der Akademikerinnen und Akademiker stieg von einem Prozent 1974 auf fĂŒnf Prozent 2013. “Kitas sind die letzte pĂ€dagogische Bastion ohne akademische Grundausrichtung. Damit wird diesem anspruchsvollen Beruf die nötige Professionalisierung und Anerkennung vorenthalten”, kritisierte Iris Nentwig-Gesemann, Professorin an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. “Alle Versuche, einschlĂ€gig ausgebildete Akademikerinnern und Akademiker fĂŒr die Arbeit in Kitas zu gewinnen, werden zum Scheitern verurteilt sein, wenn sich die Bezahlung in diesen Bildungsinstitutionen nicht verbessert”, lautete die EinschĂ€tzung von Norbert Hocke.

Multiprofessionelle Teams – ein Gewinn?
Kontrovers diskutierten die Fachleute Waltraud Weegmanns Vorschlag, stĂ€rker auf multiprofessionelle Teams in KindertagesstĂ€tten zu setzen und dafĂŒr auch fachfremdes Personal, zum Beispiel Schreinerinnen oder GĂ€rtner einzustellen. “Wenn wir die Bildungsbereiche aus den BildungsplĂ€nen auf hohem fachlichen Niveau abdecken und den Kindern durch ein möglichst vielfĂ€ltiges Team unterschiedliche Bildungsimpulse geben wollen, halte ich dieses Vorgehen fĂŒr eine gute Idee”, sagte Waltraud Weegman. Iris Nentwig-Gesemann und Norbert Hocke sahen jedoch die Gefahr einer Deprofessionalisierung sowie einer Entwertung der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung sowie des frĂŒh- bzw. kindheitspĂ€dagogischen Studiums.

Verhalten sich mÀnnliche FachkrÀfte anders als weibliche?
Im Sinne von mehr Vielfalt in Kita-Teams engagierten sich in den vergangenen drei Jahren 16 TrĂ€ger bundesweit im Projekt des Bundesfamilienministeriums “MEHR MĂ€nner in Kitas”, das durch den europĂ€ischen Sozialfonds gefördert wird. Eine These, die dabei immer wieder zur Sprache kam: “MĂ€nner gehen anders mit Kindern um”. Die Tandem-Studie an der Evangelischen Hochschule Dresden zeigt, dass dies ein Mythos ist. Prof. Holger Brandes berichtete, dass es kaum Unterschiede zwischen dem professionellen Verhalten von mĂ€nnlichen und weiblichen FachkrĂ€ften gĂ€be.

Einheitliche Standards auch in der PĂ€dagogik
Nicht nur bei den Rahmenbedingungen unter denen frĂŒhpĂ€dagogische FachkrĂ€fte in den einzelnen BundeslĂ€ndern arbeiten, sei eine Vereinheitlichung wĂŒnschenswert. Auch inhaltlich- pĂ€dagogisch hielten viele der Referentinnen und Referenten einheitliche Standards fĂŒr sinnvoll. Referate aus der Schweiz sowie aus Schweden öffneten den Blick fĂŒr die Situation in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern.

Schweiz: Neues QualitÀtslabel setzt Standards
Dr. Kaspar Burger vom Institut Universitaire Kurt Bösch in Sion in der Schweiz berichtete von der aktuellen EinfĂŒhrung eines QualitĂ€tslabels in der Schweiz, wo die familiĂ€re Betreuung von Kindern vor dem Kindergarteneintritt durch Eltern oder Großeltern noch hĂ€ufiger anzutreffen ist als eine Betreuung in KindertagesstĂ€tten. Es sei jedoch ein starker Ausbau des Kita-Angebots zu verzeichnen. Er dĂŒrfe nicht auf Kosten der QualitĂ€t gehen. “Der Standard, den wir mit dem QualitĂ€tslabel setzen, soll bewĂ€hrte Praxis nicht verdrĂ€ngen”, sagte Kaspar Burger. “Er zeichnet vielmehr gute, an kindlichen BedĂŒrfnissen ausgerichtete Praxis aus und gibt dort, wo sie noch nicht erreicht ist, Anstoß fĂŒr VerĂ€nderungen.” Verpflichtend ist die Teilnahme am Zertifizierungsverfahren nicht. Da das Label auf die Initiative des Verbands KindertagestĂ€tten der Schweiz zurĂŒckgeht, hofft Kaspar Burger jedoch auf eine große Nachfrage nach Zertifizierung.

Schweden: Nationaler Kita-Bildungsplan bereits 1998
Eva-Lena ArefĂ€ll vom Schwedischen StĂ€dte- und Gemeindetag berichtete, dass Schweden bereits 1995 einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag eines Kindes festgeschrieben habe. 1998 trat ein nationaler Bildungsplan fĂŒr die Kindertagesbetreuung in Kraft. “Er geht nicht sehr ins Detail. Er formuliert vielmehr allgemeine Werte und Aufgaben”, erklĂ€rte die Referentin. An diese GrundsĂ€tze sind alle TrĂ€ger gebunden. UnabhĂ€ngige Anbieter von Kinderbetreuung hĂ€tten in Schweden eine starke Position. “Wenn sie die nötige Kompetenz dafĂŒr mitbringen, können sie unkompliziert KindertagesstĂ€tten eröffnen. Auf eine Zustimmung der jeweiligen Kommune sind sie dabei nicht angewiesen. Bezuschusst werden alle tatsĂ€chlich in Anspruch genommenen PlĂ€tze. Öffentliche und unabhĂ€ngige TrĂ€ger erhalten identische ZuschĂŒsse.”

Was bedeutet pÀdagogische QualitÀt?
QualitĂ€t in KindertagesstĂ€tten, die ĂŒberall gleich sei, werde es auch mit einheitlichen Rahmenbedingungen und bundesweit verbindlichen pĂ€dagogischen Standards nicht geben, waren sich die Fachleute sicher. QualitĂ€t könne nur von den einzelnen Kita-Teams realisiert werden und mĂŒsse sich an den Vorstellungen und Rahmenbedingungen vor Ort orientieren, sagte Iris Nentwig-Gesemann.

Standardisierung diskriminiert abweichende Vorstellungen
Professorin Tanja Betz von der Goethe-UniversitĂ€t in Frankfurt hinterfragte in ihrem Vortrag den Begriff der QualitĂ€t in KindertagesstĂ€tten: “Es entsteht ein Dilemma. Einerseits benötigt die FrĂŒhpĂ€dagogik eine klare Vorstellung davon, was gute und was schlechte Betreuung, Erziehung und Bildung ist. Andererseits verstĂ€rken diese Bewertungen Ungleichheit und existierende Hierarchien. Eine dominante Mehrheit setzt Standards fest, fĂŒr die es zumeist wenig wissenschaftliche Legitimation gibt. Abweichende Vorstellungen werden dadurch diskriminiert.” Ihr sei es wichtig, bei der Diskussion um QualitĂ€t und die Festsetzung von Standards in der FrĂŒhpĂ€dagogik mit im Blick zu behalten, dass dadurch nicht automatisch alles gut bzw. besser werde. “Es gibt Nebenfolgen, die wir oft nicht bedenken”, sagte sie.

Umgang mit Bildungsvorgaben fordert Kita-Teams heraus
“Wichtig ist, dass Kita-Teams in konstruktiver Auseinandersetzung mit den Bildungsvorgaben und den Vorstellungen der Eltern und des Umfeldes ein gemeinsames BildungsverstĂ€ndnis im Sinne der BildungsplĂ€ne entwickeln und darauf aufbauend ihr eigenes Profil erarbeiten”, erklĂ€rte Iris Nentwig-Gesemann. “DafĂŒr brauchen sie gute strukturelle Rahmenbedingungen, fachliche Begleitung und UnterstĂŒtzung und vor allem muss man ihnen zutrauen, dass sie als Professionelle nicht “AusfĂŒhrerinnen und AusfĂŒhrer” von Vorgaben, sondern Gestalterinnen und Gestalter von optimalen Bildungswelten fĂŒr Kinder sind”. Dass dies nicht selbstverstĂ€ndlich ist, zeigte ihre qualitative Studie im Rahmen der Untersuchung “SchlĂŒssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung”. “Viele Kita-Leitungen und ihre Teams sehen in den BildungsplĂ€nen einen Anforderungskatalog, den es gewissenhaft abzuarbeiten gilt. Oft verstellt jedoch eine solche schematische Umsetzungsorientierung den Blick auf die Kinder und ihre BedĂŒrfnisse.” Manche Teams lehnten – unter Verweis auf ihre berufspraktischen Erfahrungen – die in den BildungsplĂ€nen geforderten Methoden, wie die systematische Beobachtung und Dokumentation, auch grundsĂ€tzlich als unnötig ab, berichtete Iris Nentwig-Gesemann. Im Rahmen der Studie fand sie jedoch auch Einrichtungen, denen es gut gelungen war, die BildungsplĂ€ne fĂŒr die eigene Arbeit zu adaptieren und so ein neues professionelles SelbstverstĂ€ndnis zu entwickeln.

Auszeichnung: “Deutschlands beste Kitas”
Beispiele fĂŒr eine solche hohe BildungsqualitĂ€t in Kindertageseinrichtungen lieferten die drei mit dem KitaStar 2013 als “Deutschlands beste Kitas” ausgezeichneten Einrichtungen. Im Rahmen der “Invest in Future”-Abendveranstaltung nahmen die Kitas “Haus fĂŒr Kinder am Hirzberg” in Freiburg, Evangelische KindertagesstĂ€tte Saarlouis sowie die Kita “Am See” in Großbettlingen bei NĂŒrtingen die Preise entgegen. Ausloberin des KitaStar ist die element-i-Bildungsstiftung, die damit gute Beispiele publik machen und zur Nachahmung anregen will.

Weitere Informationen im Internet:
Invest in Future / KitaStar: www.invest-in-future.de

“SchlĂŒssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung”, Forschungsbericht von Susanne Viernickel, Iris Nentwig-Gesemann, Katharina Nicolai, Stefanie Schwarz, Luise Zenker, Alice Salamon Hochschule, Berlin:
http://www.gew.de/Binaries/Binary96129/Expertise_Gute_Bildung_2013.pdf

“STEGE – StrukturqualitĂ€t und Erzieher/innengesundheit in Kindertageseinrichtungen”, Website zum Forschungsprojekt: http://www.kita-forschung.de/

Kongress-Logo und Bildmaterial zum Download unter: www.invest-in-future.de (“Presse” – “Bildmaterial”).

Unternehmensprofil Konzept-e:
Das Konzept-e-Netzwerk ist seit seiner GrĂŒndung 1988 kompetenter Partner fĂŒr Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher KindertagesstĂ€tten mit hohem QualitĂ€ts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten GeschĂ€ftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk 30Kitas, zwei Grundschulen, drei Freie Duale Fachschulen fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-PĂ€dagogik formuliert. Um dies allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e-Netzwerk beschĂ€ftigt bundesweit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die TrĂ€gervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Kind und Beruf gGmbH, Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH und die Konzept-e fĂŒr Schulen gGmbH. Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jĂ€hrlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemĂ€ĂŸe Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nĂ€chste Mal am 14. und 15. Oktober 2013 in Stuttgart statt.

Kontakt
Konzept-e fĂŒr Bildung und Soziales GmbH
Birgit Hamm
Wankelstraße 1
70563 Stuttgart
0711-656960-39
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Pressekontakt:
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QualitÀt in KindertagesstÀtten: KitaStar 2013 verliehen
KitaStar 2013: Gruppenfoto bei der Preisverleihung

Die element-i-Bildungsstiftung hat den Kita-Innovationspreis KitaStar 2013 an drei Kindertageseinrichtungen verliehen, deren QualitĂ€tsentwicklung und -sicherung vorbildlich ist. Ausgezeichnet wurden: die KindertagesstĂ€tte “Haus fĂŒr Kinder am Hirzberg” in Freiburg, die Evangelische KindertagesstĂ€tte Saarlouis sowie die KindertagesstĂ€tte “Am See” in Großbettlingen bei NĂŒrtingen. Bei der Abendveranstaltung des Kongresses “Invest in Future” am 14. Oktober in Stuttgart nahmen die Verantwortlichen der Kitas die Preise entgegen.

Stuttgart – Heute sind KindertagesstĂ€tten Bildungseinrichtungen, fĂŒr die BildungsplĂ€ne gelten. Doch wie gelingt die Umsetzung der umfangreichen Vorgaben? Welche Methoden helfen Kita-Teams dabei, eine hohe pĂ€dagogische QualitĂ€t zu entwickeln und zu sichern? Studien zeigen, dass die Bandbreite groß ist: WĂ€hrend viele Einrichtungen das Thema QualitĂ€tsentwicklung erst gerade in den Blick nehmen, haben andere dafĂŒr bereits Instrumente und Maßnahmen eingefĂŒhrt und nutzen sie erfolgreich. Drei dieser KindertagesstĂ€tten, die mit gutem Beispiel vorangehen und anderen mit ihrer Arbeit Impulse geben können, zeichnete jetzt die element-i-Bildungsstiftung in Stuttgart mit dem KitaStar 2013 aus.

KitaStar in Gold: KindertagesstĂ€tte “Haus fĂŒr Kinder am Hirzberg”, Freiburg

Kita-Leiterin Maria Matzenmiller und ihr Team zeigen eindrucksvoll, wie hoch professionelle Arbeit in einer KindertagesstĂ€tte aussehen kann. Die Einrichtung arbeitet nach dem sogenannten infans-Konzept. Großen Wert legt dieser Ansatz auf eine genaue Beobachtung jedes einzelnen Kindes und seiner Interessen. Die Erzieherinnen und Erzieher halten ihre EindrĂŒcke in Beobachtungsbögen fest und besprechen sie im Team. Dabei spielt auch das Nachdenken darĂŒber, welche eigenen Haltungen der FachkrĂ€fte in die Interpretation einfließen, eine Rolle. So gewonnene Erkenntnisse bilden die Grundlage fĂŒr das pĂ€dagogische Handeln im Kita-Alltag mit den Kindern. “Das “Haus fĂŒr Kinder am Hirzberg” in Freiburg besticht durch ein sehr professionelles und gut strukturiertes QualitĂ€tsmanagement mit klaren Regelungen und ZustĂ€ndigkeiten. QualitĂ€tsmanagement ist etwas, das in dieser Einrichtung wirklich lebt. Dem Team gelingt es, eine systematische Orientierung am Kind und ein sehr anspruchsvolles pĂ€dagogisches Konzept mit umfangreicher Beobachtung und Dokumentation sehr gut mit der Praxis zu verschrĂ€nken”, schreibt die Jury in ihrer BegrĂŒndung fĂŒr die Vergabe des KitaStar 2013 in Gold an die KindertagesstĂ€tte “Haus fĂŒr Kinder am Hirzberg” in Freiburg. “Ebenfalls beeindruckend ist die hohe fachliche Qualifikation der Erzieherinnen und Erzieher in den Bildungsbereichen, fĂŒr die sie zustĂ€ndig sind. Das Team setzt das infans-Konzept mit Überzeugung und Begeisterung um. Auch zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften sind Ausdruck davon. Es stellt die eigene Arbeit fĂŒr andere strukturiert dar und ĂŒbernimmt damit eine Leuchtturmfunktion”, heißt es in der Jury-BegrĂŒndung weiter.

Laudator Clemens Matthias Weegmann von der auslobenden element-i-Bildungsstiftung gratulierte Kita-Leiterin Maria Matzenmiller zum KitaStar 2013 in Gold. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

KitaStar in Silber: Evangelische KindertagesstÀtte Saarlouis

Wer die Evangelische KindertagesstĂ€tte Saarlouis betritt, trĂ€gt sich in ein Anwesenheitsbuch ein: Das gilt auch fĂŒr die 70 Kinder zwischen null und sechs Jahren, die die Einrichtung besuchen. Ein gutes Beispiel fĂŒr den Grundsatz der Teilhabe (Partizipation), der sich als Leitgedanke durch die Arbeit in dieser Einrichtung zieht. In ihrer BegrĂŒndung fĂŒr die Verleihung des KitaStar 2013 in Silber an die Evangelische KindertagesstĂ€tte Saarlouis schreibt die Jury: “In ĂŒberzeugender Weise spiegelt sich dieser Partizipationsgedanke in der Art, wie Kita-Leiterin Susanne Fritsch, ihr Team und der TrĂ€ger QualitĂ€tsgrundlagen fĂŒr ihre pĂ€dagogische Arbeit legen und in der Praxis einfĂŒhren. Die gelebten demokratischen Prozesse auf allen Ebenen haben die Jury sehr beeindruckt. Das fĂŒhrt unter anderem dazu, dass das Engagement fĂŒr die QualitĂ€tsentwicklung im Team hoch ist. Mit dem QualitĂ€tshandbuch und den Verfahrensanweisungen fĂŒr die Praxis sind die FachkrĂ€fte daher eng vertraut.” Die KindertagesstĂ€tte arbeitet auf Grundlage des SaarlĂ€ndischen Bildungsplans und orientiert sich an der Reggio-PĂ€dagogik. 2012 erhielt die Einrichtung das GĂŒtesiegel “Beta” der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen fĂŒr Kinder e.V. Seit 2008 gehört die Kita zu den vier Konsultationseinrichtungen im Saarland und fĂŒhrt umfangreiche Hospitationen durch. Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die jeweils eine bestimmte Beobachtungsaufgabe ĂŒbernehmen, gibt dem Kita-Team wichtige Impulse fĂŒr die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit.

Jury-Mitglied und Laudatorin Melanie Gabert, Leiterin Produktmanagement fĂŒr edukatives Spielmaterial bei der Dusyma Kindergartenbedarf GmbH in Schorndorf, ĂŒberreichte die Auszeichnung an Einrichtungsleiterin Susanne Fritsch. Die ausgezeichnete Kita kann sich ĂŒber einen Dusyma-Gutschein im Wert von 1.000 Euro freuen.

KitaStar in Bronze: KindertagesstĂ€tte “Am See”, Großbettlingen

“Die Kita “Am See” ĂŒberzeugt mit einem sehr gut aufbereiteten, systematisch dargestellten Konzept, das vom Kind und seinen BedĂŒrfnissen ausgeht und eine Vielzahl von Instrumenten nutzt, um die pĂ€dagogische QualitĂ€t zu sichern und weiter zu entwickeln”, erklĂ€rt die Jury in ihrer BegrĂŒndung fĂŒr die Verleihung des KitaStar 2013 in Bronze an die KindertagesstĂ€tte “Am See” in Großbettlingen. Über 100 Kinder besuchen die Ganztagseinrichtung mit ihren ebenfalls bereits ausgezeichneten FunktionsrĂ€umen. Jede der Erzieherinnen ist fĂŒr zirka zehn Bezugskinder sowie fĂŒr einen bestimmten Bildungsbereich zustĂ€ndig. Die Jury betont die besondere Leistung, die es bedeutet, ein Funktionsraumkonzept in einem großen Haus so gut umzusetzen, dass dabei auch jĂŒngere Kinder ausreichend Sicherheit und Orientierung erfahren. Die Leitlinien der PĂ€dagogik erarbeiteten Kita-Team, TrĂ€ger und Eltern gemeinsam. Bei der Umsetzung unterstĂŒtzen Beobachtungs- und Dokumentationsinstrumente (infans) das Team. Das Preisgericht schreibt: “FĂŒr sehr erwĂ€hnenswert hĂ€lt es die Jury, dass das Team einen ganzheitlichen Ansatz realisiert und viele Expertinnen und Experten sowie Eltern gut in die Kita-Arbeit einbindet. Dies trĂ€gt zu einer besonderen QualitĂ€t bei.”

Laudatorin und Jurymitglied Christina Henning, Redaktion FrĂŒhpĂ€dagogik beim Cornelsen Verlag in Berlin, gratulierte Kita-Leiterin Erika Schreck zum KitaStar 2013 in Bronze. Mit dem Preis sind pĂ€dagogische FachbĂŒcher im Wert von 500 Euro verbunden.

Mitglieder der Fachjury
Der ehrenamtlichen Jury fĂŒr den KitaStar 2013 gehörten an:

- Melanie Gabert, Leiterin Produktmanagement fĂŒr edukatives Spielmaterial, Dusyma Kindergartenbedarf GmbH, Schorndorf
- Christina Henning, Redaktion FrĂŒhpĂ€dagogik, Cornelsen Verlag, Berlin
- Carola Kammerlander, PĂ€dagogische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin, Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH, Stuttgart
- Prof. Dr. Susanne Viernickel, Alice Salomon Hochschule, Berlin
- Waltraud Weegmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin, Konzept-e fĂŒr KindertagesstĂ€tten gGmbH, Stuttgart

Weitere Informationen zum “KitaStar” gibt es im Internet unter www.invest-in-future.de.

Bildrechte: Konzept-e / Perper

Die element-i-Bildungsstiftung
In vielfĂ€ltigen Projekten eröffnet die element-i-Bildungsstiftung Kindern neue Horizonte – unabhĂ€ngig von deren Geschlecht, ihrer Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. So können sie ihre Interessen und Begabungen entdecken, KreativitĂ€t und Selbstvertrauen entwickeln und daraus Kraft fĂŒr ihr gesamtes Leben schöpfen. Auf Basis humanistischer Werte und in Orientierung an dem element-i-Leitbild fördert die element-i-Bildungsstiftung daher die Umsetzung zukunftsweisender PĂ€dagogik, insbesondere – aber nicht ausschließlich – in den ĂŒber 30 element-i-Kitas und Grundschulen.
Unter anderem lobt die element-i-Bildungsstiftung jĂ€hrlich den PĂ€dagogik-Innovationspreis KitaStar aus. Er wird im Rahmen des Zukunftskongresses fĂŒr Bildung und Betreuung “Invest in Future” verliehen.

Kontakt
element-i Bildungsstiftung gGmbH
Birgit Hamm
Wankelstraße 1
70563 Stuttgart
0711-656960-39
birgit.hamm@konzept-e.de
http://www.element-i-bildungsstiftung.de/

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