Rückverfolgbare Synchronisierung nach MiFID II

Die Elproma Zeitserver Familie

Elproma Zeitserver für den Wertpapierhandel

Für den Handel mit Wertpapieren gilt seit dem 03. Januar 2019 eine überarbeitete Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente. Mit der „Markets in Financial Instruments Directive“ MiFID II regelt die European Securities and Markets Authority esma den europäischen Wertpapiermarkt.

Unter anderem ist in Artikel 50 festgelegt, dass alle Handelsplätze und ihre Mitglieder und Teilnehmer ihre Uhren synchronisieren müssen. Geschäftsereignisse werden mit einem Zeitstempel versehen. Leitlinien der esma legen sowohl fest, welche Auflösung dieser Zeitstempel jeweils haben muss, als auch, wie genau die Uhren auf UTC synchronisiert sein müssen. So ist gewährleistet, dass die Zeitstempel den Ablauf eines Handelsgeschäftes richtig dokumentieren.

Handelsnetzwerke müssen ein Minimum von 10 Mio. Trades pro Sekunde gewährleisten. MiFID II legt fest, dass die Zeitstempel eine Auflösung von einer Mikrosekunde und eine Synchronisationsgenauigkeit von besser als 100 µs zu UTC haben müssen. Die London Stock Exchange beispielsweise verfügt durch eine Glasfaseranbindung an das Nationale Zeitlabor in England NPL (National Physical Laboratory) über eine Eingangs-Zeitbasis auf dem Niveau einer Nanosekunde zu UTC.

Die im deutschsprachigen Raum von der Firma Lange-Electronic vertriebenen Zeitserver von Elproma erfüllen die Bedingungen für den Einsatz in Netzwerken von Börsen, Banken und Versicherungen. Sie sind mit einer hoch-genauen internen Frequenzquelle wie einem präzisem Oszillator oder einem Rubidium Oszillator ausgerüstet. Wichtig für den Wertpapierhandel ist vor allem auch die Referenzierung durch die genaue Zeit der Satellitennavigationssysteme GPS, Glonass oder in Zukunft auch Galileo. Der integrierte Satellitenzeitempfänger sorgt für eine präzise Synchronisierung auf UTC mit einer Genauigkeit von besser als 15 Nanosekunden.

Die noch exaktere, und von der Firma Lange-Electronic auch an einigen Stellen in Deutschland bereits realisierte, Alternative ist auch hier die direkte Glasfaseranbindung an ein Zeitlabor.

Im Ethernet wird die Zeit über das Precise Timing Protocol PTP verteilt. Durch Hardware-Timestamping ist gewährleistet, dass die Zeit durch die Elproma Timeserver im Netz mit einer Genauigkeit von besser als 200 Nanosekunden relativ zu UTC bereitgestellt werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist die Zeitverteilung über direkte Kabelverbindungen mittels Zeitcode.

Zur Erklärung:
1 Sekunde (s) = 1000 Millisekunden (ms)
1 Millisekunde (ms) = 1000 Mikrosekunden (µs)
1 Mikrosekunde (µs) = 1000 Nanosekunden (ns)
1 Nanosekunde (ns) = 1000 Picosekunden (ps)

Die Firma Lange-Electronic GmbH ist ein Familienunternehmen in der zweiten Generation und hat ihren Sitz im Münchner Umland.

Seit über 40 Jahren, genauer seit 1977, entwickeln, produzieren und vertreiben wir Systeme, die eine sehr genaue Zeit und Frequenz zur Verfügung stellen. Unsere eigenen Zeitsysteme bieten wir weltweit an, im deutschsprachigen Raum können wir unser Portfolio durch die Produkte von Masterclock (USA), Elproma und PikTime (beide Polen) ergänzen.

Von Forschungsflugzeugen über der Erde, über alles, was sich auf oder unter dem Erdboden befindet, bis hin zu U-Booten, arbeiten viele zeitsensible Fahrzeuge, Forschungslabors und Test-Ranges mit unseren Zeit- und Frequenzsystemen. Ein Schwerpunkt für Synchronisationsaufgaben ist die Verteilung einer sehr genauen Zeit in Rechnernetzwerken, die für ihre reibungslose Funktion eine stabile gemeinsame Zeitbasis benötigen. Besonders hoch sind die Ansprüche bei Banken und Versicherungen, insbesondere beim Wertpapierhandel, bei Basisstationen von Mobilfunknetzen, der Datenübertragung in TV- und Telekommunikationssetzwerken, oder den Netzen von Energieversorgern.

Seit knapp 20 Jahren sind wir auch im Spezialgebiet der Simulation von Satellitensignalen tätig, ein Bereich, der sich uns über die Arbeit mit den genauen Zeitsignalen der Satelliten Navigationssysteme erschlossen hat. Mit Hilfe eines GNSS (Global Navigation Satellite System) Simulators können Navigationsgeräte zuverlässig unter Laborbedingungen getestet werden. Wir vertreten die Firma Spirent Communications in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

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