Neue Koalition muss Wohlstandsbedeutung der Digitalisierung erkennen

Aachen/Berlin 12. Januar 2018 – Nach dem heutigen positiven Ergebnis der Sondierungsgespr├Ąche zwischen CDU/CSU und SPD ist die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen und damit die Fortf├╝hrung der Gro├čen Koalition sehr wahrscheinlich.

Das Thema Digitalisierung findet in dem 28seitigen Papier zu den Ergebnissen der Sondierung allerdings nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient. „Die Digitalisierung ist eine Revolution und wird unseren Wohlstand in der Zukunft ma├čgeblich beeinflussen. Die Politik muss endlich lernen, nicht nur auf Entwicklungen zu reagieren, sondern zu agieren. In dem Papier wird der Digitalisierung erneut nur scheibchenweise begegnet, es fehlt jede aktive Digitalstrategie f├╝r Deutschland. Im Verlauf m├Âglicher Koalitionsverhandlungen muss sich dies dringend ├Ąndern“, so Dr. Oliver Gr├╝n, Pr├Ąsident des Bundesverbandes IT-Mittelstand e.V. (BITMi).

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) fordert in seinem Positionspapier „Digitaler Mittelstand 2020“ zu den Bundestagswahlen erhebliche Ma├čnahmen, um eine erfolgreiche Digitalisierung zu realisieren. Union und SPD ber├╝cksichtigen jedoch nur einzelne verteilte Schritte hin zur Digitalisierung.

Positiv ist zu bewerten, dass ganz konkrete Forderungen des BITMi, wie beispielsweise die steuerliche Forschungsf├Ârderung, Anreize f├╝r Investition in die Digitalisierung von Unternehmen, und zweistellige staatliche Milliarden-Investitionen in den Breitbandausbau einen Platz in dem Ergebnispapier der Sondierungsgespr├Ąche fanden.

Es fehlen neben einer Strategie beispielsweise konkrete Ma├čnahmen, um die digitale Bildung inhaltlich in den Schulen zu verankern. Auch die sehr deutlich anstehende Ver├Ąnderung der Berufswelt durch die Digitalisierung wird nur vage erfasst.

„Dass der Begriff „Digitalisierung“ sich an vielen Stellen des Papiers in relativ unkonkretem Zusammenhang wiederfindet, spiegelt unser Hauptproblem in Deutschland deutlich wider“, so Gr├╝n. „Wir brauchen eine zentrale Verantwortlichkeit in Form eines Digitalministers mit entsprechender Expertise, der sich ressort├╝bergreifend den Digitalthemen annimmt und f├╝r eine gemeinsame Strategie aller Ministerien sorgt“.

F├╝r die nahe Zukunft ist wichtig, dass man sich dieser Problematik bewusst wird und schon in den Koalitionsverhandlungen das Thema Digitalisierung zentral und mit gr├Â├čter Bedeutung platziert.

Der BITMi setzt sich daf├╝r ein, dass die mittelst├Ąndische IT-Wirtschaft bei den Koalitionsverhandlungen entsprechend Ihrer gro├čen Bedeutung f├╝r die gesamte deutsche Wirtschaft ber├╝cksichtigt wird.

Positionspapier BITMi „Digitaler Mittelstand 2020“: https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/BITMi-Positionspapier-2017.pdf

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt ├╝ber 2.000 IT-Unternehmen und ist damit der gr├Â├čte IT-Fachverband f├╝r ausschlie├člich mittelst├Ąndische Interessen in Deutschland.

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